Barrierefreiheitsleitfaden für die Deutsche Bahn
Die Mobilitätsservice-Zentrale, die Regel zur Voranmeldung bis 20:00 Uhr am Vortag, der ICE-Rollstuhlplatz und die großen Knotenpunkte, das müssen Rollstuhlfahrende bei der DB wissen.
Die Deutsche Bahn (DB) betreibt den Fernverkehr und den größten Teil des Regionalverkehrs in Deutschland. Bei der Buchung siehst du die Marken ICE (Intercity-Express, Hochgeschwindigkeit), IC und EC (Intercity / Eurocity, klassischer Fernverkehr) sowie die Regional- und S-Bahn-Angebote, die DB Regio neben den privaten Landbetreibern betreibt. Für Rollstuhlfahrende und Reisende mit eingeschränkter Mobilität ist die Mobilitätsservice-Zentrale der zuständige Assistenzdienst der DB.
Die Mobilitätsservice-Zentrale deckt das Ein- und Aussteigen an teilnehmenden Bahnhöfen ab und koordiniert die Übergabe zwischen den Zügen, wenn du umsteigst. Gepäcktransport am Bahnhof, bis 20 kg, ist kostenlos, orthopädische Hilfsmittel fahren ebenfalls kostenlos mit.
Zwei Regeln übersehen die meisten zum ersten Mal Reisenden. Erstens musst du die Assistenz bis 20:00 Uhr am Tag vor der Reise anfragen, für Fahrten ins Ausland gilt eine Voranmeldung von 24 Stunden. Zweitens ist der ICE / IC / EC-Rollstuhlplatz noch nicht über den normalen Online-Buchungsweg buchbar. DB sagt ausdrücklich, dass die Reservierung des Rollstuhlplatzes über die Mobilitätsservice-Zentrale erfolgt, per Telefon oder über das Online-Assistance-Formular auf bahn.de. Der normale Online-Reiseplaner ist für Tickets und Sitzplatzreservierungen da, nicht für den Rollstuhlplatz.
Kleinere Regionalbahnhöfe sind manchmal unbesetzt. DB bittet Reisende mit eingeschränkter Mobilität, an der nächstgelegenen besetzten Station auf der Strecke ein- oder auszusteigen, statt an einem unbesetzten Halt ohne Hilfe zu stehen. Diese Seite erklärt die fünf wichtigsten Punkte, wie du die Mobilitätsservice-Zentrale erreichst, wie viel Vorlauf du geben musst, wie du den Rollstuhlplatz im ICE reservierst, was dich an Bord erwartet und um welche Knotenbahnhöfe du planen solltest.
Barrierefreiheitsangebote der Deutschen Bahn auf einen Blick
| Leistung | Buchungskanal | Vorlaufzeit | So rufst du sie ab |
|---|---|---|---|
| Ein- und Ausstiegshilfe (ICE, IC, EC, DB regional) | Mobilitätsservice-Zentrale, Online-Assistance-Formular auf bahn.de, Telefon oder Servicestelle an großen Bahnhöfen | Bis 20:00 Uhr am Tag vor der Reise (24 Stunden für Fahrten ins Ausland) | Stelle die Assistenzanfrage nach dem Ticketkauf. Das Personal bestätigt die Treffpunkte an beiden Enden. |
| Rollstuhlplatz im ICE / IC / EC | Nur Mobilitätsservice-Zentrale (Telefon oder Online-Assistance-Formular). DB sagt ausdrücklich, dass er noch nicht über den normalen Online-Buchungsweg buchbar ist. | So früh wie möglich reservieren, stark nachgefragte Strecken sind ausgebucht | Sag der Mobilitätsservice-Zentrale, dass du einen Rollstuhlplatz brauchst. Der Rollstuhlplatz kostet so viel wie ein Standardsitz der gleichen Klasse. |
| Assistenz im Regionalverkehr und bei der S-Bahn | Mobilitätsservice-Zentrale bei durchgehenden Fahrscheinen, Servicestellen der Regionalbahnen bei rein lokalen Fahrten | Bis 20:00 Uhr am Tag vor der Reise | Bestätige die Besetzung an beiden Enden. An unbesetzten Stationen bitte die alternative besetzte Station weiter auf der Strecke anfragen. |
| Kostenlose Begleitperson (Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen B) | Normale DB-Buchung, Schwerbehindertenausweis an Bord mitführen | Keine für den Anspruch selbst, den Rollstuhlplatz separat über die Mobilitätsservice-Zentrale buchen | Bei der Online-Buchung wird das teuerste Ticket unter den Mitreisenden automatisch als kostenloses Begleitticket gezählt. Zeige den Ausweis bei der Ticketkontrolle vor. |
| DB-Servicestellen an großen Knotenpunkten | Ohne Voranmeldung in Berlin Hauptbahnhof, Hamburg Hbf, Frankfurt Hbf, München Hbf und anderen großen Bahnhöfen | Keine für Auskünfte, Hilfe am selben Tag nach Möglichkeit | Zeige dein Ticket vor. Das Personal kann Assistenz umbuchen, Rampen einsetzen und Anschlussgleisteams informieren. |
Barrierefreiheit bei Deutsche Bahn
| Merkmal | Details | Status |
|---|---|---|
| DB-Assistance für Reisende mit eingeschränkter Mobilität | Die Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) ist der Assistenzdienst der Deutschen Bahn für Reisende mit eingeschränkter Mobilität. Er gilt für ICE-, IC-, EC- und regionale DB-Angebote. Der Dienst bietet Unterstützung vom Bahnsteig bis zum Zug, einschließlich einer mobilen Einstiegsrampe durch das Zugpersonal, Hilfe mit Gepäck zwischen Bahnsteig und Sitzplatz, das erste Gepäckstück bis 20 kg wird kostenlos getragen, kostenloser Transport orthopädischer Hilfsmittel und eine begleitete Umsteigehilfe an Knotenbahnhöfen. | Barrierefreiheit bestätigt |
| So erreichst du die Mobilitätsservice-Zentrale | Anfragen werden auf drei Wegen entgegengenommen, online über die barrierefreie Reise-Seite auf bahn.de, also den Kanal mit E-Mail-Bestätigung, telefonisch über die spezielle Mobilitätsservice-Leitung, eine deutschsprachige Nummer mit englischsprachigen Mitarbeitenden zu Stoßzeiten, die Öffnungszeiten stehen auf der Live-Seite, und persönlich an den DB-Servicestellen in großen Bahnhöfen. Telefonnummern und Öffnungszeiten ändern sich gelegentlich, bestätige sie bei der Buchung immer auf der Live-Seite von bahn.de. Die aktuell veröffentlichten Telefonnummern und Zeiten stehen auf der bahn.de-Seite zum Mobilitätsservice. Nutze die Live-Seite als verbindliche Quelle. | Teilweise bestätigt |
| Regel zur Voranmeldung: bis 20:00 Uhr am Vortag (24 Stunden für das Ausland) | DB bittet Reisende, die Assistenzanfrage bis 20:00 Uhr am Tag vor der Reise zu registrieren. Für Fahrten ins Ausland sind 24 Stunden Vorlauf erforderlich. Die Frist beginnt mit der Bestätigung der Assistenzbuchung, nicht mit dem Ticketkauf. Bei komplexen Reisen mit mehreren Abschnitten solltest du früher buchen, weil die Zentrale eventuell zwei oder drei Bahnhofsteams entlang der Strecke koordinieren muss. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Regionalzüge folgen derselben Voranmeldefrist | Die über DB gebuchte Assistenz im Regionalverkehr und bei der S-Bahn folgt derselben Voranmeldefrist. Reine lokale Fahrten mit privaten Regionalanbietern, zum Beispiel ODEG oder Metronom, haben eigene Assistenzstellen. bahn.de nennt dir den richtigen Kontakt, wenn die Reise ausschließlich mit einem nicht von DB betriebenen Regionalangebot erfolgt. Private Regionalanbieter legen ihre eigenen Fristen fest. Prüfe sie auf der Kundendienstseite des Anbieters. | Teilweise bestätigt |
| Rollstuhlplatz im ICE / IC / EC | Fernverkehrsangebote in Deutschland, also ICE, IC und EC, haben eigene Rollstuhlplätze. Der Rollstuhlplatz befindet sich in einem Wagen mit breiteren Türen, mit Halterungen und einem Gurtsystem, damit der Rollstuhl während der Fahrt gesichert ist. Eine barrierefreie Toilette befindet sich im selben Wagen. Der Platz selbst kostet so viel wie ein normaler Sitz in derselben Klasse. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Der Rollstuhlplatz ist online noch nicht buchbar, Reservierungen laufen über die Mobilitätsservice-Zentrale | Wichtig, der Rollstuhlplatz kann noch nicht über den normalen Online-Buchungsweg auf bahn.de oder in der DB Navigator App reserviert werden. DB sagt das auf der Online-Buchungsseite für Reisende mit Schwerbehindertenausweis klar so und bittet alle, die einen Rollstuhl mitbringen, die Mobilitätsservice-Zentrale für die Reservierung zu kontaktieren. Der normale Online-Buchungsweg erledigt das Ticket und gewöhnliche Sitzplatzreservierungen, der Rollstuhlplatz und der Begleitsitz werden über den Assistenzkanal organisiert. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Kostenlose Begleitperson für Inhaber des Merkzeichens B | Inhaber eines deutschen Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen B, das den Anspruch auf eine Begleitperson nach SGB IX § 229(2) ausweist, reisen bei den meisten DB-Inlandsangeboten mit einer Begleitperson ohne Aufpreis. Wenn du online buchst und der Ausweis mit deinem DB-Konto verknüpft ist, wird das teuerste Ticket unter den Mitreisenden automatisch als kostenloses Begleitticket gezählt. Du musst den Ausweis an Bord mitführen und bei der Ticketkontrolle vorzeigen. Ausländische Besucher mit einer gleichwertigen nationalen Behindertenkarte können DB bitten, die Regel im Einzelfall anzuwenden. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Große Knotenpunkte sind stufenfrei und gut besetzt | Berlin Hauptbahnhof, Hamburg Hauptbahnhof, Frankfurt Hauptbahnhof, München Hauptbahnhof, Köln Hauptbahnhof, Stuttgart Hauptbahnhof und Leipzig Hauptbahnhof haben stufenfreie Wege zwischen Straße, Bahnsteig und Anschlussverkehr sowie besetzte Mobility-Service-Schalter. Die meisten großen Flughafenbahnhöfe, Frankfurt Flughafen Fernbahnhof, Köln/Bonn Flughafen und Berlin Brandenburg, sind ebenfalls vollständig stufenfrei. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Kleinere Bahnhöfe können unbesetzt sein | Ein erheblicher Teil der kleineren und ländlichen Bahnhöfe in Deutschland hat kein dauerhaftes Personal und daher keine Einsteighilfe. Wenn du buchst, sagt dir das Mobility Service Centre, wenn dein Start- oder Zielbahnhof nicht abgedeckt ist, und nennt dir die nächstgelegene besetzte Alternative auf der Strecke. Auf manchen ländlichen Strecken ist der nächstgelegene besetzte Halt noch ein Umstieg entfernt, plane für die letzte Strecke ein barrierefreies Taxi ein. Die Abdeckung einzelner Bahnhöfe steht auf bahn.de. Prüfe sie immer vor der Reise. | Teilweise bestätigt |
| Grenzüberschreitende Angebote über DB | Zu den international über DB buchbaren Angeboten gehören ICE nach Amsterdam, Brüssel, Paris, Basel und Zürich, EC nach Wien, Prag, Warschau und Budapest sowie die Strecke Berlin nach Warschau und München nach Wien. Assistenz ist durchgehend über das Mobility Service Centre buchbar, das mit dem Partnerunternehmen am Zielort koordiniert. Grenzüberschreitende Angebote brauchen in der Regel die längere Vorlaufzeit von mehr als einem Tag, die der Partneranbieter vorgibt. Für den ausländischen Streckenabschnitt gelten die Regeln des Partneranbieters. Bestätige sie bei der Buchung. | Teilweise bestätigt |
| EU-Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr gelten | Für Bahnreisen innerhalb Deutschlands und aus Deutschland heraus gilt der EU-Rechtsrahmen für Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr. Er legt in den Mitgliedstaaten harmonisierte Regeln für die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und Personen mit eingeschränkter Mobilität fest. Für jeden Rechtsanspruch zitiere direkt den offiziellen EU-Fahrgastrechte-Text auf dem EUR-Lex-Portal, nicht Sekundärquellen. Das EUR-Lex-Portal ist die maßgebliche Quelle für die aktuelle Fahrgastrechte-Verordnung im Eisenbahnverkehr. Nutze seinen Text als verbindlich für jeden Rechtsanspruch. | Teilweise bestätigt |
Was die Mobility Service Centre macht
Das DB Mobility Service Centre ist die einheitliche Bezeichnung der DB für Fern- und Regionalverkehrsleistungen zur Unterstützung von Reisenden mit eingeschränkter Mobilität. Der Dienst übernimmt drei Dinge durchgehend, er empfängt dich bei der Ankunft am Startbahnhof, begleitet dich zum Bahnsteig und in den Zug, mit einer mobilen Einstiegsrampe, wenn der Bahnsteig nicht bündig mit der Tür liegt, und empfängt dich am Zielbahnhof, um dich wieder hinaus und zum Anschluss oder zum Bahnhofsausgang zu begleiten.
Auch Hilfe mit Gepäck ist enthalten. Wenn du an einem Knotenpunkt wie Berlin Hauptbahnhof, Hannover Hauptbahnhof oder Frankfurt Hauptbahnhof umsteigst, ist das Mobility-Service-Team am Anschlussbahnhof vorher informiert und wartet am Bahnsteig auf dich. Der Service ist kostenlos, unabhängig von Zugtyp oder Fahrklasse, du zahlst für die Assistenz nichts extra.
Nach dem BGG gelten für die DB als bundesweit eigenes Unternehmen gesetzliche Barrierefreiheitsvorgaben. Deshalb ist die Assistenz gesetzlich verankert und kein Marketing-Zusatz. Die Pflicht gilt für besetzte Bahnhöfe und für die von der DB kontrollierten Wagen und Fahrzeuge. Die Regionalanbieter, die Züge im DB-Netz fahren, wenden gleichwertige Regeln nach ihren eigenen Verträgen an.
So buchst du den Mobility Service
Es gibt drei Buchungskanäle. Das Online-Formular auf der barrierefreien Reise-Seite von bahn.de ist am zuverlässigsten. Du bestätigst die Assistenz zu einem bereits gebuchten Ticket und erhältst eine druckbare E-Mail-Bestätigung. Der Telefonkanal ist die richtige Wahl, wenn deine Reise einen komplexen Umstieg, einen Regionalanbieter oder einen ausländischen Streckenabschnitt umfasst, den die Zentrale mit einem Partner abstimmen muss.
Eine persönliche Buchung an einer Servicestelle an einem großen Bahnhof ist an jeder DB-Servicestelle möglich, jeder große Hauptbahnhof hat eine. Welchen Kanal du auch nutzt, die Assistenzbuchung wird normalerweise bis 20:00 Uhr am Tag vor der Reise bestätigt. Bewahre die Bestätigung auf. Beim Einsteigen kann zusätzlich zur Ticket-Referenz nach der Assistenz-Referenz gefragt werden.
Die Mobility Service Centre nimmt auch Assistenzbuchungen für Reisen an, die du noch nicht ticketiert hast, als Planungsschritt vor dem Kauf. Das ist nützlich bei Fahrten, bei denen du zuerst prüfen willst, ob die Strecke vollständig besetzt ist, bevor du einen nicht flexiblen Tarif buchst.
Einen Rollstuhlplatz im ICE buchen
Der Rollstuhlplatz im ICE heißt Rollstuhlplatz, auch Rollstuhlstellplatz geschrieben. DB sagt klar, dass dieser Platz noch nicht über den normalen Online-Buchungsweg auf bahn.de oder in der DB Navigator App reserviert werden kann. Wer einen Rollstuhl mitbringt, muss die Mobilitätsservice-Zentrale für die Reservierung kontaktieren, entweder über das Online-Assistance-Formular oder telefonisch.
Der normale Online-Buchungsweg erledigt weiterhin das Ticket selbst und gewöhnliche Sitzplatzreservierungen, zum Beispiel für Mitreisende. Die Mobilitätsservice-Zentrale setzt die Rollstuhlplatz-Reservierung auf dieses Ticket auf und bestätigt außerdem die Einsteighilfe an beiden Enden der Reise. Der Rollstuhlplatz selbst kostet so viel wie ein normaler Sitz in derselben Klasse.
Fernverkehrsangebote sind die Strecken mit diesen reservierten Plätzen, ICE, IC und EC. Stark nachgefragte Strecken, Berlin nach München, Berlin nach Frankfurt, Berlin nach Hamburg, sind schneller ausgebucht als andere Sitzplatzreservierungen, darum solltest du die Mobilitätsservice-Zentrale so früh wie möglich kontaktieren. Die Zentrale meldet auch Rollstuhlabmessungen außerhalb des Standards vorher an das Zugpersonal.
An Bord eines ICE
Der Rollstuhlplatz befindet sich in einem Wagen mit breiteren Türen, mit Halterungen und einem Gurtsystem, damit der Rollstuhl während der Fahrt gesichert ist. Das Zugpersonal hilft dir beim Einrichten, wenn du einsteigst. Neben dem Rollstuhlplatz gibt es einen Begleitsitz. Die barrierefreie Toilette befindet sich im selben Wagen, mit Haltegriffen und einer automatischen Tür.
Die Verpflegung im ICE kommt vom Bordrestaurant-Team. Auf Wunsch kann es Essen und Getränke vom Bordrestaurant zu deinem Platz bringen. Sage das beim Einsteigen dem Zugbegleiter. Das Mobilfunknetz kann auf langen Hochgeschwindigkeitsabschnitten lückenhaft sein, besonders durch Tunnel. Prüfe bei der Buchung die in bahn.de aufgeführten Ausstattungsmerkmale des Zuges, um die aktuellen Leistungen an Bord zu sehen.
Die großen DB-Knotenpunkte
Das DB-Fernverkehrsnetz in Deutschland läuft über einige wenige große Knotenpunkte. Berlin Hauptbahnhof ist der wichtigste Nord-Süd-Umstieg des Landes und bedient ICE- und EC-Strecken nach Hamburg, München, Frankfurt, Wien, Warschau und Amsterdam. Hamburg Hauptbahnhof ist das Tor nach Skandinavien und zu ICE-Verbindungen nach Berlin, Köln und München.
Frankfurt Hauptbahnhof ist der wichtigste Südwest-Knoten mit ICE nach Paris, Amsterdam, Brüssel, Zürich und München sowie einem separaten Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt für direkte ICE-Anbindungen an den Flughafen. München Hauptbahnhof bedient ICE- und EC-Verbindungen durch Süddeutschland und nach Wien, Salzburg und Innsbruck.
Köln, Stuttgart, Leipzig und Hannover sind die nächste Stufe der Knotenpunkte. Alle haben stufenfreie Wege von der Straße zum Bahnsteig, besetzte Mobility-Service-Schalter und barrierefreie Toiletten in der Vorhalle. Das Umsteigen an einem Knotenpunkt ist der typische Fall, für den das Mobility-Service-Team geschult ist. Plane an einem stark frequentierten Knotenpunkt 30 bis 40 Minuten zwischen den Anschlüssen ein, damit die Übergabe am Bahnsteig Zeit hat zu funktionieren.
Wenn ein Bahnhof nicht besetzt ist
Ein beträchtlicher Teil der kleineren und ländlichen Bahnhöfe in Deutschland ist unbesetzt und hat vor Ort keinen Mobility-Service-Schalter. Die DB-Politik ist, dass Reisende mit eingeschränkter Mobilität an der nächstgelegenen besetzten Station auf der Strecke ein- und aussteigen sollen, statt an einem unbesetzten Halt ohne Hilfe anzukommen.
Wenn du buchst, sagt dir das Mobility Service Centre, wenn dein Start- oder Zielbahnhof nicht abgedeckt ist, und nennt dir die nächstgelegene besetzte Alternative. Auf manchen ländlichen Strecken kann der nächstgelegene besetzte Halt 20 bis 30 Minuten mit dem Auto vom Zielort entfernt sein. Plane von dort ein barrierefreies Taxi oder einen vorbestellten Fahrer ein. Der barrierefreie Hub auf bahn.de veröffentlicht die aktuelle Liste der besetzten Bahnhöfe als Teil des Reiseplanungsablaufs.
Ermäßigung, Begleitperson und der Schwerbehindertenausweis
Der deutsche Schwerbehindertenausweis ist das Dokument, das den Anspruch auf eine kostenlose Begleitperson bei DB enthält. Der Inhaber zahlt den normalen Fahrpreis, und eine Begleitperson fährt in der zweiten Klasse auf den meisten Inlandsverbindungen kostenlos mit, wenn der Ausweis das Merkzeichen B trägt. Der Ausweis wird in Deutschland ausgestellt. Ausländische Besucher mit einer gleichwertigen nationalen Behindertenkarte oder der European Disability Card können DB bitten, die Regel im Einzelfall anzuwenden.
DB vermarktet derzeit keine separate nationale Bahnkarte für Reisende mit Behinderung zusätzlich zum Anspruch mit Merkzeichen B. Die Ermäßigungslogik läuft über den Schwerbehindertenausweis und über das BahnCard-Ökosystem, das jeder Reisende nutzen kann. Kinderfahrpreise folgen den allgemeinen Familienregeln der DB. Prüfe bei der Buchung die aktuellen Bedingungen für Kinderfahrpreise auf bahn.de. Besucher sollten den Behindertenausweis in Papierform mitbringen, dazu ein aktuelles ärztliches Schreiben auf Briefpapier, falls das Personal an kleineren Bahnhöfen einen Ersatznachweis braucht.
Grenzüberschreitende Verbindungen ab deutschen Knotenpunkten
Zu den internationalen Verbindungen, die von oder über DB laufen, gehören ICE nach Amsterdam, Brüssel, Paris-Est, Basel und Zürich, EC nach Wien, Prag, Warschau und Budapest sowie die Nachtverbindungen von NightJet in Partnerschaft mit ÖBB. Rollstuhlassistenz ist durchgehend über das Mobility Service Centre buchbar, das mit dem ausländischen Partnerunternehmen am Zielort koordiniert.
Grenzüberschreitende Verbindungen brauchen normalerweise die längere Voranmeldung von mehr als einem Tag, die der Partneranbieter veröffentlicht. Buche also früh und prüfe, ob der ausländische Zielbahnhof dieselbe Abdeckung durch besetzte Stationen hat. Die Übergabe am Bahnsteig an der Grenze ist bei ICE- und EC-Strecken normalerweise nahtlos, weil derselbe Fahrzeug- und Personaleinsatz die Grenze überquert. Bei NightJet-Verbindungen buche das barrierefreie Abteil deutlich im Voraus, weil die Verfügbarkeit begrenzt ist.
EU-Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr und die Buchungsvoranmeldung
Bahnreisen in und aus Deutschland unterliegen dem EU-Rahmen für Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr. Der Rahmen legt in den Mitgliedstaaten harmonisierte Regeln für die Unterstützung von Personen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität fest, einschließlich eines Standardfensters für die Voranmeldung dieser Assistenz.
Wenn deine Mobilitätsservice-Zentrale-Buchung vorliegt, aber das Personal nicht am Bahnsteig ist, dokumentiere die Uhrzeit, mache, wenn es sicher ist, ein Foto, und reiche danach eine Beschwerde beim DB-Kundendienst ein. Für jeden Rechtsanspruch nach den EU-Fahrgastrechten im Eisenbahnverkehr zitiere direkt den offiziellen EUR-Lex-Text der aktuellen Verordnung, nicht Sekundärquellen.
So haben wir diese Seite geprüft
Zuletzt geprüft am .
Quellen:
- Deutsche Bahn Mobilitätsservice-Zentrale (travel planning and counsel) (geprüft am )
- Deutsche Bahn (bahn.de): information for passengers with restricted mobility (geprüft am )
- Deutsche Bahn online booking with Schwerbehindertenausweis (Merkzeichen B companion travel) (geprüft am )
- Behindertengleichstellungsgesetz (federal accessibility law) (geprüft am )
- Sozialgesetzbuch IX (rehabilitation and participation of disabled people) (geprüft am )
- EUR-Lex: rail passenger rights (2021/782) (geprüft am )