Marienplatz und Neues Rathaus: Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer
Turmaufzug zur Aussichtsplattform im 9. Stockwerk, Glockenspiel um 11 und 12 Uhr (und um 17 Uhr März bis Oktober), Merkzeichen-B-Begleitperson kostenlos, flacher stufenfreier Zentralplatz.
Der Marienplatz ist der zentrale Platz im Herzen der Altstadt. Er wird vom Neuen Rathaus (dem neugotischen Rathaus) dominiert; die Frauenkirche liegt zwei Straßen nördlich, der Viktualienmarkt zwei Straßen südlich. Der gesamte Altstadt-Ring rund um den Marienplatz ist Fußgängerzone, eben und glatt gepflastert.
Aus Sicht der Barrierefreiheit ist der Marienplatz einer der rollstuhlgerechteren Hauptplätze in Europa. Das Pflaster ist flach und glatt; die Fußgängerzonen Kaufingerstraße und Neuhauser Straße, die Marienplatz mit Karlsplatz verbinden, sind stufenfrei. Der U-Bahn-Bahnhof Marienplatz ist auf den Linien U3, U6 und S-Bahn S1 bis S8 vollständig stufenfrei.
Das Neue Rathaus hat im Turmeingangsbereich einen eigenen Besucheraufzug, der die Aussichtsplattform im 9. Stockwerk erschließt. Das Glockenspiel spielt täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr. Nachfolgend finden Sie die strukturierten Barrierefreiheitsdetails, die Route über den Platz und Tipps zum optimalen Timing für Glockenspiel und Turmbesuch.
Barrierefreiheit auf einen Blick
| Merkmal | Details | Status |
|---|---|---|
| Kostenlose Merkzeichen-B-Begleitperson am Turm | Der Turm des Neuen Rathauses erhebt einen kleinen Eintritt für die Aussichtsplattform. Die Begleitperson eines Besuchers mit Merkzeichen B auf dem Schwerbehindertenausweis nimmt an der Turmbesichtigung kostenlos teil. Schwerbehinderte selbst zahlen den ermäßigten Tarif gegen den Behindertenausweis. Marienplatz und das Glockenspiel sind kostenlos und für alle zugänglich. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Stufenfreier Zugang zu Marienplatz und Rathausturm | Der Marienplatz selbst ist offene Platzbefestigung ohne Schwellen an den U-Bahn-Oberflächenausgängen. Die Fußgängerzonen Kaufingerstraße und Neuhauser Straße sind flach und glatt gepflastert. Der Besuchereingang zum Neuen Rathausturm ist vom Innenhof aus ausgeschildert und hat einen stufenfreien Weg zum Turmaufzug. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Turmaufzug zur Aussichtsplattform im 9. Stockwerk | Das Neue Rathaus hat im Turmeingangsbereich einen eigenen Besucheraufzug, der die Aussichtsplattform im 9. Stockwerk erreicht. Die Seite stadt.muenchen.de beschreibt die Route direkt. Die Aussichtsplattform liegt im 9. Stockwerk des 85-Meter-Turms und bietet einen Panoramablick über die Altstadt und die Zwillingstürme der Frauenkirche. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Öffentliche barrierefreie Toiletten am Marienplatz | Öffentliche barrierefreie Toiletten befinden sich an mehreren Punkten rund um den Marienplatz: am U-Bahnhof Marienplatz (auf der Oberflächenebene), am Viktualienmarkt zwei Straßen südlich und am Stadtmuseum am St-Jakobs-Platz. Die U-Bahn-Toiletten am Marienplatz sind die dem Platz nächstgelegenen und liegen auf gleicher Ebene wie der Oberflächenausgang. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Leihrollstuhl für den Rathausturm nicht veröffentlicht | Der Turm des Neuen Rathauses veröffentlicht keinen Leihrollstuhl-Service. Benötigen Sie einen Rollstuhl für den Tag, wenden Sie sich an die zentrale Touristinformation am Marienplatz im Erdgeschoss des Rathauses; dort kann geklärt werden, ob ein Leihrollstuhl über das Münchner Tourismusbüro vermittelt werden kann. | Nicht bestätigt |
| Glockenspiel für alle zugänglich | Das Glockenspiel findet auf dem offenen Platz statt und ist für alle kostenlos zugänglich. Sichtlinien von der Vorder- und Seitenseite des Marienplatzes zum Glockenspiel-Zifferblatt am Neuen Rathausturm sind aus Rollstuhlhöhe frei; der Ton der Glocken ist laut und trägt über den gesamten Platz. Spielzeiten: täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr. | Barrierefreiheit bestätigt |
| U-Bahn und S-Bahn Marienplatz, vollständig stufenfrei | Marienplatz ist einer der verkehrsreichsten Umsteigebahnhöfe in München und vollständig stufenfrei; er wird von U3 und U6 sowie von S-Bahn-Linien S1 bis S8 bedient. Aufzüge verbinden die U-Bahn- und S-Bahn-Bahnsteige mit der Oberflächenebene und dem Marienplatz-Ausgang. Der Platzausgang liegt auf gleicher Ebene wie der Platz selbst. | Barrierefreiheit bestätigt |
Übersicht
Der Marienplatz ist seit der Stadtgründung im Jahr 1158 der Zentralplatz Münchens. Er ist nach der Mariensäule (der Mariensäule in der Mitte) benannt und wird im Norden vom Neuen Rathaus und im Süden vom älteren Alten Rathaus begrenzt. Die Frauenkirche zwei Straßen nördlich und der Viktualienmarkt zwei Straßen südlich vervollständigen den Altstadtring.
Das Neue Rathaus ist ein zwischen 1867 und 1909 fertiggestelltes neugotisches Gebäude und heutiger Sitz der Münchner Stadtverwaltung. Der 85-Meter-Turm in der Mitte der Fassade trägt das berühmte Rathaus-Glockenspiel, ein 43-Glocken-Glockenspiel mit 32 lebensgroßen beweglichen Figuren, die zwei Szenen aus der bayerischen Geschichte darstellen. Die Aussichtsplattform im 9. Stockwerk des Turms ist zu den Öffnungszeiten für Besucher zugänglich und wird per Aufzug erreicht.
Der Platz: Pflaster, Gefälle und Sichtlinien
Der Marienplatz ist mit flachen, glatten Pflastersteinen belegt. An den U-Bahn-Oberflächenausgängen gibt es keine Schwellen; es gibt keine nennenswerten Gefälle auf dem gesamten Platz. Die Mariensäule steht in der Mitte des Platzes und ist von allen Seiten heranrollbar.
Sichtlinien zum Glockenspiel-Zifferblatt am Neuen Rathausturm sind von der Vorder- und Seitenseite des Platzes aus Rollstuhlhöhe frei. Die Menge vor dem Glockenspiel kann kurz vor dem 11- und 12-Uhr-Spiel dicht werden; kommen Sie 10 Minuten früher, um einen Platz in der ersten Reihe am Geländer zu sichern, wenn die Sichthöhe vom Rollstuhl aus ein Anliegen ist.
Das Alte Rathaus auf der Ostseite des Platzes und die Frauenkirche zwei Straßen nördlich haben eigene Eingänge; die Frauenkirche hat einen stufenfreien Seiteneingang mit Treppen-Rampen-Kombination am Haupttor. Der Viktualienmarkt zwei Straßen südlich ist eben, gepflastert und lässt sich gut als Mittagsstopp mit dem Platzbummel verbinden.
Das Glockenspiel
Das Rathaus-Glockenspiel spielt täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr. Jede Vorstellung dauert rund 12 Minuten und schildert zwei Szenen aus der bayerischen Geschichte: die Hochzeit von Herzog Wilhelm V. mit Renata von Lothringen im Jahr 1568 und den Schäfflertanz der Böttcherzunft zum Ende der Pest von 1517.
Die Vorstellung ist kostenlos, für alle zugänglich und vom gesamten Platz aus sichtbar. Die besten Sichtlinien ergeben sich von der Platzvorderseite zwischen Mariensäule und Neues-Rathaus-Turm; setzen Sie sich einige Reihen zurück, um sowohl das obere Glockenspiel als auch die unteren Figuren gleichzeitig im Blick zu haben.
Abends spielt um 21 Uhr ein Nachtwächter-Spiel mit dem Glockenspiel und einer kurzen Beleuchtungssequenz; das ist nicht Teil des Hauptglockenspiels und kürzer.
Die Turmbesichtigung
Die Turmbesichtigung des Neuen Rathauses wird vom Turmeingangsbereich im Innenhof aus begonnen, der vom Platz aus ausgeschildert ist. Der Besucheraufzug im Turmeingangsbereich führt direkt zur Aussichtsplattform im 9. Stockwerk; die Seite stadt.muenchen.de beschreibt diese Route als den Besucherweg zum Turm.
Die Aussichtsplattform im 9. Stockwerk bietet einen Panoramablick über die Altstadt, die Zwillingstürme der Frauenkirche unmittelbar nördlich und bei klarem Wetter die Alpen im Süden. Die Plattform ist mit hohen Fenstern verglast; das Personal öffnet auf Wunsch einen Fensterabschnitt für ein unverstelltes Foto.
Die Begleitperson eines Besuchers mit Merkzeichen B auf dem Schwerbehindertenausweis nimmt an der Turmbesichtigung kostenlos teil. Schwerbehinderte selbst zahlen den ermäßigten Tarif gegen den Behindertenausweis. Ausweis an der Turmkasse vorzeigen.
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn und S-Bahn Marienplatz sind vollständig stufenfrei; bedient von U3 und U6 sowie von S-Bahn-Linien S1 bis S8. Aufzüge verbinden die Bahnsteige mit der Oberflächenebene und dem Marienplatz-Ausgang. Dies ist der verkehrsreichste Umsteigebahnhof im Münchner Zentrum; die Aufzüge sind gut ausgeschildert: vom tiefen S-Bahn-Bahnsteig bis zur Oberfläche 5 Minuten einplanen.
Barrierefreie Taxis können am Rand der Fußgängerzone auf der Sparkassenstraße oder am Tal abgesetzt werden, rund 100 Meter von der Mitte des Marienplatzes. Buchen Sie über die Münchner Taxi-Zentrale (089 21610) ein bis zwei Stunden im Voraus. Das Absetzen ist für einen Seiten-Ladevan unkompliziert.
Mit dem Auto zum Marienplatz ist nicht praktikabel. Der Platz liegt in einer breiten Fußgängerzone ohne Parkmöglichkeiten. Parken Sie in einer der zentralen Parkhäuser (Operngarage, Schrannenhalle) und rollen Sie die letzten 200 bis 400 Meter auf flachem, glattem Pflaster.
Tipps für Rollstuhlfahrer
Planen Sie den Besuch rund um das Glockenspiel um 11 Uhr. Die 11-Uhr-Vorstellung ist die Hauptvorstellung des Tages; bis 10:45 Uhr gibt es Zeit, eine Reihe vorne am Geländer vor dem Turm zu sichern. Verbinden Sie die Vorstellung direkt anschließend mit einer Turmaufzug-Besichtigung (der Aufzug befindet sich im Turmeingangsbereich, rund 30 Meter von der Glockenspiel-Sichtlinie auf dem Platz entfernt).
Verbinden Sie Marienplatz mit dem Viktualienmarkt als Mittagspause. Der Viktualienmarkt zwei Straßen südlich des Platzes ist eben, gepflastert und zwischen den Lebensmittelständen gut zu befahren. Viele Stände haben stufenfreie Sitzbereiche; der zentrale Biergarten hat breite Gänge und zugängliche Bankbereiche.
Verbinden Sie den Morgen mit der Frauenkirche. Die Frauenkirche hat einen stufenfreien Seiteneingang und einen flachen Innenraum; der Weg vom Marienplatz zur Frauenkirche beträgt rund 200 Meter auf der Fußgängerzone Kaufingerstraße. Der Dom ist kostenlos zugänglich und eines der symbolischen Zentren Münchens.
Tragen Sie den Behindertenausweis bei sich. Turmbesichtigungskassen sehen täglich Hunderte von Ausweisinhabern; der reibungslosere Ablauf ist, Ausweis und Lichtbildausweis an der Kasse vorzuzeigen, statt ihn aus dem Gepäck zu suchen.
Kurzinfo
Adresse: Marienplatz 8, 80331 München (Neues Rathaus). Turmöffnungszeiten: saisonal; bitte auf der Seite stadt.muenchen.de nachsehen. Glockenspiel-Spielzeiten: täglich 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich 17 Uhr.
Eintritt: Marienplatz und Glockenspiel kostenlos für alle. Turmaussichtsplattform gegen kleinen Eintritt mit ermäßigtem Tarif für Schwerbehinderte. Begleitperson kostenlos mit Merkzeichen B auf dem Schwerbehindertenausweis.
Barrierefreiheits-Highlights: flaches glattes Pflaster ohne Schwellen, vollständig stufenfreier U-Bahnhof und S-Bahnhof Marienplatz, Besucheraufzug zur Aussichtsplattform im 9. Stockwerk, öffentliche barrierefreie Toiletten auf der Oberflächenebene des U-Bahnhofs und am Viktualienmarkt.
Nahe gelegene barrierefreie Sehenswürdigkeiten
Die Residenz München liegt rund 600 Meter nördlich auf der Fußgängerzone Theatinerstraße. Der Weg ist flach und glatt gepflastert; die U-Bahn zwischen Marienplatz und Odeonsplatz ist eine Station auf U3 oder U6, falls das Zurücklegen der Strecke nicht in Frage kommt.
Der Viktualienmarkt liegt zwei Straßen südlich des Marienplatzes auf flachem, glattem Pflaster. Der Weg beträgt rund 150 Meter; der Markt ist eine der rollstuhlgerechteren Mittagsoptionen im Münchner Zentrum.
Die Frauenkirche liegt rund 200 Meter nördlich auf der Fußgängerstraße Kaufingerstraße. Der Dom hat einen stufenfreien Seiteneingang und ist kostenlos zugänglich.
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Quellen:
- Landeshauptstadt München: Neues Rathaus (Rundgang Außenbereich) (geprüft am )
- München Tourismus: Rathausführung (companion policy) (geprüft am )
- muenchen.de: Munich Glockenspiel (official tourism) (geprüft am )
- München Tourismus barrierefrei (geprüft am )
- Taxi-München eG (central dispatch) (geprüft am )