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Hamburg-Reiseführer zur Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer

Elbphilharmonie Plaza, Miniatur Wunderland, Kunsthalle, HVV-Busse und U-Bahn, und was Sie mitnehmen sollten.

Hamburg ist eine praktische Stadt für Rollstuhlfahrer. Das HVV-Busnetz setzt auf den Linien in den Hamburger Zonen A und B Niederflurfahrzeuge ein, die U-Bahn wird schrittweise stufenlos ausgebaut, und die drei Hauptsehenswürdigkeiten (Miniatur Wunderland, Elbphilharmonie und Hamburger Kunsthalle) veröffentlichen alle ausdrückliche Barrierefreiheitserklärungen mit Aufzugzugang in den gesamten Gebäuden.

Wo Sie anfangen sollten

Beginnen Sie Ihren ersten Tag in der Speicherstadt und an der HafenCity-Uferpromenade: Miniatur Wunderland, die Elbphilharmonie und das Internationale Maritime Museum liegen alle nah beieinander auf der flachen, breiten HafenCity-Promenade.

Die Elbphilharmonie Plaza ist kostenlos zu besuchen (Walk-in-Restkarten werden gebührenfrei an der Kasse ausgegeben; online für 3 EUR vorbuchen, um den Eintritt zu sichern). Die Plaza ist stufenlos per Aufzug erreichbar und bietet den besten Ausblick auf den Hafen.

Der zweite natürliche Ausgangspunkt ist die Altstadt rund um den Hauptbahnhof. Die Hamburger Kunsthalle liegt direkt am Hauptbahnhof und ist in allen drei miteinander verbundenen Gebäuden stufenlos. Jungfernstieg und Binnenalster-Ufer sind flach und gleichmäßig gepflastert.

Meiden Sie die engen historischen Gassen der Altstadt (rund um die Deichstraße), da das Kopfsteinpflaster dort sehr dicht ist. Die parallele Route entlang der Ost-West-Straße ist glatter Asphalt. Die Speicherstadt hat eine Mischung aus glatten Wegen und Kopfsteinpflastergassen; bleiben Sie auf den Hauptrouten, die auf der HVV-Barrierefreiheitskarte eingezeichnet sind.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Detail

Miniatur Wunderland: die weltweit größte Modellbahnausstellung im Speicherstadt-Lagerviertel. In beiden Gebäuden vollständig rollstuhlgerecht: Rollstuhllift an den Eingangsstufen, Personenaufzüge auf allen Ausstellungsetagen und barrierefreie Toiletten in beiden Gebäuden. Rollstuhlfahrer zahlen ein ermäßigtes Sonderticket von 10 EUR.

Elbphilharmonie: die markante Konzerthalle am Elbe-Hafen. Das gesamte Gebäude (Plaza im 8. Stockwerk, Konzerthallen, Foyer) ist barrierefrei zugänglich. Aufzüge umgehen die berühmte geschwungene Rolltreppe (die Welle). Die Plaza ist kostenlos zu besuchen (Walk-in-Restkarten gebührenfrei; online für 3 EUR vorbuchen). Rollstuhlplätze in allen drei Konzerthallen sind über die Kasse buchbar.

Hamburger Kunsthalle: das wichtigste Kunstmuseum der Stadt, direkt neben dem Hauptbahnhof. Alle drei Gebäude (das historische Hauptgebäude von 1869, der Kuppelsaal und die Galerie der Gegenwart) sind stufenlos und durch Aufzüge miteinander verbunden. Kostenlose Rollstuhlausleihe an der Kasse. Schwerbehinderte Besucher zahlen 9 EUR; eine Begleitperson hat freien Eintritt.

Mit dem Rollstuhl durch Hamburg

Das HVV-Netz umfasst U-Bahn, S-Bahn, Busse und Hafenfähren. Alle HVV-Niederflurbusse auf Linien in den Hamburger Zonen A und B haben Rampen und Kneeling-Funktion sowie einen festen Rollstuhl- und Rollatorplatz in jedem Fahrzeug.

Die U-Bahn wird schrittweise mit Aufzügen nachgerüstet. Prüfen Sie vor der Fahrt die HVV-Barrierefreiheitskarte sowie den aktuellen Aufzugsplan.

Inhaber des Schwerbehindertenausweises mit den entsprechenden Merkzeichen und einer gültigen Wertmarke fahren im gesamten HVV-Netz kostenlos. Ist im Ausweis das Merkzeichen B eingetragen, fährt eine Begleitperson ebenfalls ohne eigene Wertmarke kostenlos mit. Diese Vergünstigung gilt nur für Einwohner; Besucher zahlen die regulären HVV-Tarife.

Der Hamburger Hauptbahnhof ist stufenlos und verbindet alle vier S-Bahn-Linien, U1, U2, U3 und U4 sowie den Regionalverkehr. Er ist der beste Ankunfts- und Umsteigeknoten für Rollstuhlfahrer in der Stadt. Der U-Bahn- und S-Bahn-Bahnhof Jungfernstieg ist der zweitnützlichste Umstiegspunkt und ebenfalls stufenlos.

Für HafenCity und Speicherstadt ist der U4-Halt Hafencity Universitat die nächstgelegene stufenlose U-Bahn-Station zum Miniatur Wunderland und zur Elbphilharmonie (etwa 600 Meter auf einer flachen, breiten Promenade). Der U3-Halt Baumwall ist eine Alternative, erfordert aber einen längeren Weg.

Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung

Der Schwerbehindertenausweis wird an Einwohner ausgegeben. Besucher nutzen stattdessen die European Disability Card (EDC) oder einen gleichwertigen Ausweis aus ihrem Heimatland. Die meisten Hamburger Einrichtungen akzeptieren die EDC für ihre ermäßigte Ticketkategorie. Die mit dem Merkzeichen B verbundene kostenlose Begleitperson ist ein Privileg des deutschen Ausweises, das die EDC derzeit nicht erstattet.

Die Seite zu Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung enthält eine Vergleichstabelle für Hamburger Kunsthalle, SHMH-Museen, Miniatur Wunderland, Elbphilharmonie, Hagenbecks Tierpark und den HVV. Bringen Sie einen Lichtbildausweis und Ihren Behindertenausweis mit und benennen Sie die ermäßigte Kategorie ausdrücklich.

Unterlagen, die Sie mitnehmen sollten

Packen Sie einen Lichtbildausweis und einen anerkannten Behindertenausweis ein. Deutsche Einwohner nutzen den Schwerbehindertenausweis; Besucher bringen die European Disability Card oder einen gleichwertigen Ausweis aus ihrem Heimatland mit. Ein ärztliches Attest auf Briefpapier (nicht älter als 12 Monate) ist eine nützliche Reserve für kleinere Einrichtungen.

Das ermäßigte Ticket ist für Besucher mit Behinderung und einem anerkannten Ausweis erhältlich. Die kostenlose Begleitperson setzt das Merkzeichen B im deutschen Ausweis voraus; Besucher mit einer EDC zahlen in der Regel für ihre Begleitperson.

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