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Düsseldorf Rollstuhlführer

Niederflur-Straßenbahnen im gesamten Stadtgebiet, eine ebene Fußgängerzone in der Altstadt und fünf bedeutende Sehenswürdigkeiten mit geprüften Hinweisen zur Barrierefreiheit.

Die Straßenbahnen der Rheinbahn fahren seit über einem Jahrzehnt vollständig in Niederflurtechnik, die Altstadt ist überwiegend eben und Fußgängerzone, und Rheinturm, K20 Kunstsammlung sowie Museum Kunstpalast bestätigen den stufenlosen Zugang für Rollstuhlfahrer. Bringen Sie einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen B mit; damit fährt Ihre eingetragene Begleitperson in den Straßenbahnen kostenlos.

Mobilität: Straßenbahnen, Stadtbahn und Busse

Die Rheinbahn betreibt die Straßenbahnen, die unterirdische Stadtbahn sowie die Busse in Düsseldorf und den umliegenden Rheinstädten. Die Straßenbahnflotte ist seit 2012 vollständig in Niederflurtechnik im Linienbetrieb, daher ist der Einstieg an einer Haltestelle am Bordstein meist ebenerdig. Das Stadtbahnnetz verfügt an den meisten unterirdischen Stationen über Aufzüge; prüfen Sie die Strecke vorab in der Rheinbahn-App, denn Aufzugsausfälle sind das häufigste Hindernis für Rollstuhlfahrer.

Mit einem Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen B fährt die eingetragene Begleitperson auf jeder Linie der Rheinbahn (Straßenbahn, Stadtbahn und Bus) kostenlos. Trägt der Ausweis das orange-grüne Flächenmuster auf der rechten Seite, fährt auch der Ausweisinhaber selbst kostenlos. Zeigen Sie den Ausweis bei der Kontrolle im Fahrzeug vor; für den Einstieg mit Rollstuhl ist keine Voranmeldung nötig.

Am Düsseldorfer Hauptbahnhof gelangt man per Aufzug von den Regional- und S-Bahn-Bahnsteigen auf die Ebene der Rheinbahn, und der SkyTrain am Flughafen verbindet das Terminal ebenerdig mit dem Fernbahnhof.

Die Altstadt in Gehweite

Die Düsseldorfer Altstadt liegt rund um den Marktplatz und den Burgplatz am östlichen Rheinufer. Der größte Teil ist Fußgängerzone; auf einem halben Quadratkilometer drängen sich über 300 Kneipen und Restaurants, weshalb die Einheimischen das Viertel auch die längste Theke der Welt nennen. Die Hauptstraßen dazwischen (Bolkerstraße, Flinger Straße, Andreasstraße) sind eben und gut gepflastert.

Kopfsteinpflaster findet sich in kleineren Seitengassen sowie rund um den Burgplatz am Wasser; die Routen, die Touristen tatsächlich nehmen, sind glatt. Die Rheinuferpromenade entlang der Westseite der Altstadt verläuft auf voller Länge ebenerdig, mit abgesenkten Bordsteinen an jeder Querstraße.

Fünf bedeutende Sehenswürdigkeiten

Die K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz und ihr Schwesterhaus K21 im Ständehaus sind beide barrierefrei und verleihen Rollstühle kostenlos. Die Sammlungen von Klee, Picasso und Mondrian befinden sich auf Etagen mit Aufzugsanbindung.

Das Museum Kunstpalast am Ehrenhof bietet einen stufenlosen Eingang mit Automatiktür, mehrere Aufzüge zu allen Etagen und barrierefreie Toiletten im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss.

Der Rheinturm verfügt über zwei Publikumsaufzüge zu einer Aussichtsplattform in 166 Metern Höhe sowie einem Drehrestaurant darüber; beide Ebenen sind mit dem Rollstuhl über die Aufzüge erreichbar.

Die Königsallee, die einen Kilometer lange Luxuseinkaufsstraße der Stadt, ist mit rund 87 Metern von Hausfassade zu Hausfassade die breiteste Straße Deutschlands; der Kanal in der Mitte hat an jeder Querbrücke ebene Zugänge.

Das Quartier MedienHafen am Rhein südlich der Altstadt bietet auf der gesamten Länge gepflasterte Promenaden mit ebenem Blick auf die Frank-Gehry-Bauten vom Wasser aus.

Vergünstigungen und was mitzubringen ist

Die wichtigste Vergünstigung in Düsseldorf ist der kostenlose Eintritt für die eingetragene Begleitperson. In der K20 und K21 Kunstsammlung, im Museum Kunstpalast und im KIT Kunst im Tunnel hat die Begleitperson mit einem Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen B freien Eintritt. In der Tonhalle zahlen der Besucher mit Behinderung und die Begleitperson jeweils rund die Hälfte des regulären Ticketpreises.

Bringen Sie den Schwerbehindertenausweis mit; die Vergünstigung wird direkt an der Kasse angewendet. Ausländische Behindertenausweise werden nicht automatisch anerkannt, in der Regel aber zusammen mit einem Reisepass akzeptiert.

Beste Reisezeit

Der späte Frühling und der frühe Herbst sind die angenehmsten Jahreszeiten. Die Altstadt füllt sich ab Donnerstagabend mit Wochenendpublikum, und der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ist von Ende November bis zum Jahreswechsel sehr dicht; kommen Sie zur Öffnungszeit statt am Abend, wenn Sie Bewegungsfreiheit wünschen. Der Karneval im Februar sperrt den größten Teil der Altstadt für den Verkehr, zieht aber stehende Menschenmengen an, durch die das Rollen schwierig ist.

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