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Köln Rollstuhlführer

Niederflur-Bahnen, stufenloses Domschiff und kostenlose Fahrt im Nahverkehr mit gültigem Schwerbehindertenausweis.

Köln ist im Rollstuhl gut zu bereisen. Niederflur-Bahnen und Busse der KVB decken den größten Teil der Stadt ab, das Domschiff ist über das Domgässchen stufenlos erreichbar, und in den städtischen Museen Kölns tritt die Begleitperson kostenlos ein, wenn der Schwerbehindertenausweis ein B trägt. Mit gültigem Schwerbehindertenausweis und Wertmarke fahren Sie auf jeder Linie der KVB kostenlos.

Dieser Führer beantwortet die praktischen Fragen, die ein Rollstuhlfahrer vor einer Reise nach Köln stellt: wie man sich fortbewegt, welche Hauptsehenswürdigkeiten barrierefrei sind, wie die städtischen Vergünstigungen funktionieren und wo der verborgene Seiteneingang am Dom tatsächlich liegt.

Fortbewegung: KVB-Bahnen, Busse und Aufzüge

Der Kölner Nahverkehr wird von der KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe) im Tarifgebiet des VRS betrieben. Das Netz der KVB mischt Niederflur-Bahnen, die ebenerdig vom Bahnsteig betreten werden, mit älteren Hochflur-Bahnen, die einen Stationsaufzug benötigen. Die Linienwahl ist daher entscheidend.

Die KVB veröffentlicht eine Streckenkarte ohne Treppen (Touren ohne Treppen) und eine Live-Übersicht der Aufzugsstörungen, sodass Sie Ihre Route vor der Fahrt prüfen können. Busse im VRS können an der Haltestelle abgesenkt oder über eine Rampe bestiegen werden, und in jedem Fahrzeug sind Rollstuhlstellplätze im Eingangsbereich gekennzeichnet.

Wer einen Schwerbehindertenausweis mit gültiger Wertmarke besitzt, fährt auf jeder KVB-Bahn und jedem Bus im VRS-Tarifgebiet kostenlos. Personal und Ticketautomaten in Köln erkennen den Ausweis sofort.

Wichtige barrierefreie Sehenswürdigkeiten

Der Kölner Dom ist die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt. Rollstuhlfahrer betreten das Domschiff über das Domgässchen auf der Nordseite, nicht über das Westportal. Domschiff und Schatzkammer sind stufenlos zugänglich, die Besteigung des Südturms ist jedoch ausschließlich über Treppen möglich und für Rollstuhlfahrer keine Option.

Das Museum Ludwig (moderne Kunst, direkt neben dem Dom) ist vollständig barrierefrei, mit Aufzügen auf allen Ebenen und drei Leihrollstühlen an der Kasse. Das Wallraf-Richartz-Museum (Alte Meister) verfügt über einen stufenlosen Seiteneingang am Obenmarspforten und zwei Aufzüge, die alle Ausstellungsetagen erschließen. Das Kolumba (das Diözesanmuseum) ist stufenlos und hat einen Aufzug bis ins oberste Geschoss.

Am Rhein liegt das Schokoladenmuseum Köln, vollständig mit Rampen erschlossen und mit drei Aufzügen ausgestattet; das Gebäude steht auf einer eigenen Halbinsel an der Adresse Am Schokoladenmuseum 1a. Zusammen ergeben diese fünf Häuser ein vollständiges Wochenprogramm ohne Treppensteigen.

Vergünstigungen für Menschen mit Behinderung in Köln

Zwei Regeln bestimmen den größten Teil der Kölner Preise. Erstens: In den städtischen Museen tritt die Begleitperson eines Ausweisinhabers mit Merkzeichen B kostenlos ein. Das gilt für das Museum Ludwig, das Wallraf-Richartz-Museum, das Römisch-Germanische Museum und alle weiteren Häuser, die im Portal der städtischen Museen Kölns gelistet sind.

Zweitens: Besucher mit Behinderung selbst zahlen in der Regel den ermäßigten Preis bei Vorlage des Ausweises. Das Museum Ludwig berechnet 9,90 € auf den ermäßigten Tarif, das Schokoladenmuseum Köln 11,00 € an Wochentagen und das Kolumba 5 €. Das Domschiff ist für alle kostenlos; nur Schatzkammer und Turm sind kostenpflichtig.

Die vollständige Preisliste mit Quellenangaben finden Sie auf der Seite zu den Vergünstigungen in Köln.

KölnCard und Touristentickets

Wer keinen Anspruch auf freie Fahrt im deutschen Nahverkehr hat, bekommt mit der 24-Stunden-KölnCard für 9 € (oder 18 € für 48 Stunden) die freie Fahrt im KVB-Netz kombiniert mit bis zu 50 Prozent Rabatt in teilnehmenden Museen und Touren. Eine eigene Behindertenermäßigung enthält die Karte nicht, sie passt aber gut zur Regel der städtischen Museen mit kostenloser Begleitperson: eine Karte für Sie, ein kostenloser Platz für die Begleitperson daneben.

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