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Bonn Rollstuhlführer

Niederflur-Straßenbahnen und Busse im gesamten Stadtgebiet, ein kompaktes Fußgängerzentrum und drei bedeutende Häuser mit geprüften Hinweisen zur Barrierefreiheit.

Die Bonn-Information, das Kunstmuseum und das Theater Bonn sind barrierefrei. Die SWB betreibt Straßenbahnen, Stadtbahn und Busse; mit einem Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen B fährt die eingetragene Begleitperson im gesamten Netz kostenlos. Das Beethoven-Haus, die Bundeskunsthalle und das Haus der Geschichte liegen alle im kompakten Stadtzentrum.

Mobilität: Straßenbahnen, Stadtbahn und Busse

Die Stadtwerke Bonn (SWB) betreiben die Straßenbahnen, die unterirdische Stadtbahn und die Busse im Stadtgebiet. Niederflurfahrzeuge übernehmen den größten Teil des Linienbetriebs, und das Unternehmen kennzeichnet die günstige Warteposition für Rollstuhlfahrer auf den Bahnsteigen mit einem Rollstuhlsymbol, damit das Fahrzeug für den Einstieg mit Rampe an der richtigen Stelle hält.

Mit einem Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen B fährt die eingetragene Begleitperson auf jeder SWB-Straßenbahn, Stadtbahn und jedem Bus im gesamten Netz kostenlos. Der Ausweisinhaber selbst fährt ebenfalls kostenlos, wenn der Ausweis das orange Flächenmuster auf der rechten Seite trägt. Zeigen Sie den Ausweis dem Fahrer oder der Kontrolle vor; für den Einstieg mit Rollstuhl ist keine Voranmeldung nötig.

Der Bonn-Ausweis und der MobilPass sind eine eigene Vergünstigung für Bonner Einwohner mit Grundsicherung; sie gewähren einen Preisnachlass auf ausgewählte VRS-Tickets innerhalb des Stadtgebiets. Touristen mit einem ausländischen Behindertenausweis sollten den Reisepass mitbringen und am SWB-Schalter am Hauptbahnhof nachfragen; die Mitarbeiter bestätigen vor Ort, welche Tarife gelten.

Bonn Hauptbahnhof und Anreise vom Flughafen

Der Bonner Hauptbahnhof liegt am südlichen Rand der Altstadt; Aufzüge verbinden die Regional- und S-Bahn-Bahnsteige mit der Stadtbahnebene darunter. Das Team des DB-Mobilitätsservice kann Einstiegshilfen für Fernverkehrszüge im Voraus organisieren; rufen Sie innerhalb der Servicezeit von 06:00 bis 22:00 Uhr werktags und 08:00 bis 20:00 Uhr am Wochenende und an Feiertagen an.

Vom Flughafen Köln/Bonn fährt die Buslinie SB60 zum Bonner Hauptbahnhof, eine Fahrt von tagsüber etwa einer halben Stunde; bitten Sie den Fahrer, an der Endhaltestelle die Rampe auszufahren. Prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan in der SWB- oder VRS-App, da die Taktung je nach Tageszeit variiert.

Drei bedeutende Häuser

Das Beethoven-Haus in der Bonngasse ist der Geburtsort des Komponisten. Das historische Gebäude hat unterschiedliche Bodenniveaus, niedrige Deckenbalken und kurze Treppen zwischen den Räumen, weshalb der Zugang mit Rollstuhl im Geburtshaus eingeschränkt ist. Das ermäßigte Ticket kostet 10 € (regulär 15 €) für Besucher mit Behinderung, die eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt.

Die Bundeskunsthalle auf der Museumsmeile hat einen stufenlosen Eingang mit Rollstuhlrampe, rollstuhlgerechte Aufzüge in jedes Stockwerk, ein barrierefreies WC im Untergeschoss und kostenlose Leihrollstühle an der Garderobe. Behindertenparkplätze befinden sich nahe dem Haupteingang an der Helmut-Kohl-Allee.

Das Haus der Geschichte, einige Minuten weiter auf der Museumsmeile, ist für alle Besucher kostenlos. Der ebenerdige Eingang ist mit automatischen Schiebetüren versehen; Aufzüge verbinden das Foyer mit dem Untergeschoss, dem Café und der oberen Ausstellungsebene. Im Untergeschoss befindet sich ein barrierefreies WC, direkt vor dem Haupteingang am Rheinweg gibt es zwei Behindertenparkplätze und an jeder Medienstation eine Induktionsschleife.

Spaziergang durch das Stadtzentrum

Die Altstadt gruppiert sich um den Bonner Münster und den Marktplatz. Der größte Teil des Zentrums ist Fußgängerzone, eben und glatt mit Asphalt oder ebenem Pflaster ausgeführt; Kopfsteinpflaster findet sich nur in kleineren Seitengassen. Der Hofgarten zwischen Bonner Münster und Rheinpromenade hat ebene Kies- und Graswege; die rollstuhlgerechte Route verläuft am Rand entlang. Die Rheinpromenade selbst führt eben von der Altstadt nach Süden, vorbei an der Bundeskunsthalle und dem Haus der Geschichte bis zur Museumsmeile, mit abgesenkten Bordsteinen an jeder Querstraße.

Beste Reisezeit

Der späte Frühling und der frühe Herbst sind die angenehmsten Jahreszeiten. Die Altstadt ist an Samstagen mit Wochenmarkt belebt, die Straßen sind jedoch breit und eben; kommen Sie zur Öffnungszeit statt mittags, wenn Sie Bewegungsfreiheit wünschen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz läuft den ganzen Advent über bis ins neue Jahr; die Anlage bleibt überwiegend eben, die Stände verengen jedoch die Durchgänge. Die Terrassen am Rhein sind in den warmen Monaten gut besucht, und der Uferweg fängt die Menschenmenge gut auf.

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