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Bordeaux-Reiseführer für Rollstuhlfahrer

Stufenlose Tram auf allen sechs Linien, freier Eintritt in den vier städtischen Museen und freies Straßenparken mit europäischem Behindertenausweis.

Bordeaux gehört zu den am leichtesten zugänglichen Städten Frankreichs für Rollstuhlfahrer. Die TBM-Tram ist auf allen sechs Linien durchgängig niederflurig, die vier städtischen Museen (CAPC, Aquitaine, Beaux-Arts, Muséum) sind für behinderte Besucher samt einer Begleitperson kostenlos, und das Parken am Straßenrand ist mit europäischem Behindertenausweis kostenlos.

Fortbewegung in der Stadt

Das städtische Tourismusbüro nennt die Tram, das Busnetz und die Flussshuttles (Navettes fluviales) als die rollstuhlgerechten Verkehrsmittel Bordeauxs. Die TBM-Tram hat sechs Linien (A, B, C, D, E, F), und jede Bahn ist durchgängig niederflurig mit ebenerdigem Einstieg am Bahnsteig, sodass der Rollstuhlzugang nicht von Personal oder einer Rampe abhängt. Betreiber der Trams ist Keolis Bordeaux Métropole.

Stadtbusse werden vom Tourismusbüro als zugänglich gelistet; fragen Sie beim Betreiber nach den aktuellen Details der einzelnen Linien. Das Parken am Straßenrand ist an jedem Automaten kostenlos, wenn Sie eine Europäische Parkkarte (CES) oder eine französische CMI mit Vermerk 'stationnement' (CMI-S) auslegen. Für Fahrten von Tür zu Tür fragen Sie im Tourismusbüro nach dem Fahrdienst Mobi+ oder einem rollstuhlgerechten Taxi.

Top-Sehenswürdigkeiten

Fünf in diesem Reiseführer beschriebene Sehenswürdigkeiten decken das moderne Weinmuseum, einen Ort für digitale Kunst in einem ehemaligen U-Boot-Bunker, zwei kostenlose städtische Museen und den Glockenturm der Kathedrale ab. Alle fünf sind vom Bahnhof Saint-Jean mit der Tram erreichbar.

Cité du Vin: das Weinmuseum am quai de Bacalan, von der Tram B bedient und für alle vier Behinderungsarten unter dem Label Tourisme et Handicap zertifiziert.

Bassins des Lumières: der Ort für digitale Kunst im ehemaligen U-Boot-Bunker im Norden Bordeauxs. Kostenlos für Inhaber eines Behindertenausweises; die Begleitperson zahlt den ermäßigten Tarif.

Musée d'Aquitaine: das stadtgeschichtliche Museum am cours Pasteur. Stufenloser Eingang, kostenloser Rollstuhlverleih am Empfang sowie freier Eintritt für die behinderte Person und eine Begleitperson.

CAPC musée d'art contemporain: das Museum für zeitgenössische Kunst in der rue Ferrère. Kostenlos für behinderte Besucher. Ein Aufzug erschließt das Erdgeschoss und das zweite Geschoss ohne Personalhilfe; die Mezzanine im ersten Geschoss benötigen einen Anruf beim Personal.

Tour Pey-Berland: der Glockenturm der Kathedrale an der Place Pey-Berland. Freier Eintritt am Sockel für die behinderte Person und eine Begleitperson mit einer CMI; Besucher mit ausschließlich AAH-Nachweis treten frei ein, die Begleitperson zahlt jedoch. Der Aufstieg nach oben erfolgt über Treppen und ist nicht rollstuhlgerecht.

Freier Eintritt und Ermäßigungen

Die vier städtischen Museen Bordeauxs (CAPC, Musée d'Aquitaine, Musée des Beaux-Arts und Muséum de Bordeaux) sind für die behinderte Person und eine Begleitperson kostenlos. Das Office de Tourisme betreibt das Programm 'Bordeaux Accessible', das mehr als 90 rollstuhlgerechte Hotels, rund 50 rollstuhlgerechte Restaurants und über 30 rollstuhlgerechte Freizeitangebote auflistet. Die vollständige Tabelle mit Preisen, Begleitregelung und den mitzubringenden Nachweisen finden Sie auf der Seite zu den Bordeauxer Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung.

Wo übernachten

Das Tourismusbüro führt mehr als 90 rollstuhlgerechte Hotels im gesamten Großraum Bordeaux. Die beiden flachen zentralen Viertel (Saint-Pierre und Triangle d'Or) sind als Standort am bequemsten, denn beide liegen in Geh- oder kurzer Tramentfernung zu den Sehenswürdigkeiten. Direkt zu buchen ist der beste Weg, die für Ihre Unterkunft entscheidenden Details zu bestätigen: stufenloser Eingang, ebenerdige Dusche (die häufigste Lücke in älteren Gebäuden) und Aufzugzugang, falls Sie nicht im Erdgeschoss liegen.

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