Prater Rollstuhltauglichkeit
Stufenlos entlang der Hauptallee, barrierefreie Toiletten im Wurstelprater und eine Riesenrad-Gondel, die einen Rollstuhl fasst, wenn das Personal bei der Ankunft informiert wird.
Der Prater ist Wiens große grüne Lunge: ein 6 Quadratkilometer großer bewaldeter Park nordöstlich der Innenstadt, geteilt zwischen dem Vergnügungspark Wurstelprater am U-Bahn-Ende und dem weitläufigeren Grünen Prater, der sich nach Osten in die Auwiesen zieht. Die Hauptallee, eine 4,4 Kilometer lange baumbestandene Allee vom Wurstelprater bis zum Lusthaus, verläuft schnurgerade durch die Mitte.
Für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer ist der Grüne Prater der einfachere Besuch. Die Hauptallee ist durchgehend gepflastert, eben und stufenlos, mit Bänken entlang der Strecke. Der Wurstelprater (der Vergnügungspark rund um das Riesenrad) hat laut den vom WienTourismus veröffentlichten Angaben barrierefreie Toiletten und Parkplätze, aber die Barrierefreiheit einzelner Fahrgeschäfte wird vom jeweiligen Betreiber festgelegt und nicht zentral dokumentiert.
Das Riesenrad (das Wahrzeichen Wiens aus dem Jahr 1897) ist die wichtigste Attraktion. Ein Rollstuhl passt in eine der Holzgondeln, wenn das Personal an der Kassa bei der Ankunft informiert wird. Einzelheiten zu Begleitkarten, Rampen beim Einstieg und ruhigeren Zeitfenstern sind auf der Website des Betreibers nicht veröffentlicht; rufen Sie das Büro des Riesenrads vor Ihrem Besuch unter +43 1 7295430 an, wenn Sie das bestätigen lassen möchten.
Barrierefreiheit auf einen Blick
| Merkmal | Details | Status |
|---|---|---|
| Stufenloser Zugang in den Park | Der Eingang zum Wurstelprater vom Praterstern ist stufenlos über gepflasterten Untergrund. Die Hauptallee durch den Grünen Prater ist durchgehend gepflastert und stufenlos vom Praterstern bis zum Lusthaus, 4,4 Kilometer nach Osten. Keine Schranken, Tore oder Drehkreuze versperren Rollstuhlnutzerinnen und -nutzern den Zugang weder zum Vergnügungspark noch zum Grünen Prater. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Aufzüge und Barrierefreiheit der Fahrgeschäfte | Die Barrierefreiheit der Fahrgeschäfte im Wurstelprater ist nicht zentral dokumentiert; jeder Betreiber legt seine eigene Regelung fest. Die Holzgondel des Riesenrads fasst einen manuellen Rollstuhl, wenn das Personal an der Kassa informiert wird. Andere Attraktionen (die Liliputbahn-Modellbahn, das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds Wien) veröffentlichen ihre eigene Barrierefreiheit auf eigenen Websites; rufen oder mailen Sie den jeweiligen Betreiber, bevor Sie sich auf eine bestimmte Fahrt verlassen. | Teilweise bestätigt |
| Rollstuhlverleih | Weder die Praterverwaltung noch der Betreiber des Riesenrads veröffentlicht einen Rollstuhlverleih. Wenn Sie ohne Stuhl ankommen, sind die Kundenservicestellen der Wiener Linien am Praterstern oder kommerzielle Verleihfirmen für Mobilitätshilfen im Wiener Zentrum die nächstgelegene Anlaufstelle. Bringen oder mieten Sie Ihren eigenen Stuhl, bevor Sie zum Prater kommen. | Nicht bestätigt |
| Barrierefreie Toiletten im Wurstelprater | Die Service-Seite des WienTourismus für den Prater listet barrierefreie Toiletten. In der Praxis sind sie im Wurstelprater rund um das Riesenrad und im Bereich des Besucherservice konzentriert; der weitere Grüne Prater verfügt über kaum Toilettenanlagen jedweder Art. Das Restaurant Lusthaus am östlichen Ende verfügt über eine barrierefreie Toilette für zahlende Gäste. Planen Sie Toilettenpausen entsprechend bei der Tour entlang der Hauptallee. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung bei Prater-Fahrten | Der Prater selbst ist eintrittsfrei; jede Fahrt setzt ihren eigenen Preis und ihre eigene Behindertenregelung. Das Riesenrad veröffentlicht in seinen FAQ keinen Behindertentarif; rufen oder mailen Sie den Betreiber vor der Ankunft, wenn Sie ein ermäßigtes Ticket bestätigen lassen möchten. Andere Fahrgeschäfte gewähren möglicherweise einen Rabatt oder nicht; fragen Sie an der Kassa mit Behindertenausweis und Lichtbildausweis. | Nicht bestätigt |
| Vorrang bei Fahrgeschäften | Für den Wurstelprater als Ganzes ist kein offizielles Vorrangsystem veröffentlicht. Das Riesenrad führt Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer in der Praxis nach vorne in die Einstiegsschlange und hält zwischen den Umläufen eine Gondel für den barrierefreien Einstieg frei; bestätigen Sie das bei der Ankunft mit dem Personal an der Kassa. | Nicht bestätigt |
| Nächste barrierefreie Verkehrsmittel | U-Bahn: U1 und U2 bedienen beide Praterstern, den wichtigsten Knotenpunkt des Praters. Beide Linien sind vollständig mit Aufzug erreichbar; die U1-Bahnsteige haben direkten Aufzugszugang zur Wurstelprater-Eingangsseite. Die ÖBB-S-Bahn hält ebenfalls am Praterstern. Die Straßenbahnlinien O und 5 verbinden Praterstern mit dem Hauptbahnhof und der Ringstraße, auf den meisten Kursen mit Niederflurfahrzeugen. | Barrierefreiheit bestätigt |
| Regelung für Assistenzhunde | Assistenzhunde im Geschirr werden im Grünen Prater in der Regel uneingeschränkt zugelassen. Die einzelnen Fahrbetreiber legen ihre eigene Hunderegelung fest; das Riesenrad veröffentlicht keine. Bestätigen Sie das bei der Ankunft an der Kassa, falls Sie mit einem Assistenzhund fahren möchten. | Nicht bestätigt |
Überblick
Der Prater begann als kaiserliches Jagdrevier und wurde 1766 von Kaiser Joseph II. der Wiener Bevölkerung geöffnet. Heute hat der Park zwei klar getrennte Hälften. Der Wurstelprater am westlichen Ende ist ein ständiger Vergnügungspark mit dem Riesenrad von 1897 als Wahrzeichen, dazu die Modellbahn Liliputbahn, das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds Wien sowie über hundert Fahrgeschäfte und Spielbuden. Der Grüne Prater ist der weitläufigere 6 Quadratkilometer große Park dahinter, mit der Hauptallee, die 4,4 Kilometer schnurgerade vom Wurstelprater zum historischen Restaurant Lusthaus am östlichen Ende verläuft.
Für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer ist der Besuch in zwei Touren aufgeteilt. Der Wurstelprater ist der Nachmittag mit Lichtern und Fahrten; der Grüne Prater ist die lange Rollstrecke entlang der Hauptallee. Die beiden Hälften sind durch die Hauptallee selbst und ein gepflastertes Wegenetz durch den Mittelpark verbunden.
Wo Sie als Rollstuhlnutzerin oder -nutzer hineingehen
Praterstern ist der wichtigste Einstiegspunkt. Vom Bahnhof U1/U2 bringen Sie stufenlose Aufzüge in den Eingangsbereich des Wurstelpraters; der Eingang ist offen und stufenlos über gepflasterten Boden. Vom Wurstelprater beginnt die Hauptallee am inneren Ende und verläuft schnurgerade nach Osten durch den Grünen Prater.
Alternative Eingänge: Straßenbahn 1 hält am Hauptallee an der Südseite mit stufenlosem Übergang in den Grünen Prater. Das Lusthaus-Ende (die östliche Endhaltestelle der Hauptallee) ist mit Bus 77A von der U3-Station Schlachthausgasse erreichbar.
Was Sie im Wurstelprater sehen können
Das Riesenrad ist der Höhepunkt. Die Holzgondeln sind groß genug, um einen manuellen Rollstuhl zu fassen, wenn das Personal an der Kassa informiert wird; eine Umdrehung dauert 15 bis 20 Minuten. Der Blick von oben reicht über ganz Wien; an einem klaren Tag sieht man den Kahlenberg im Norden und den Wienerwald im Westen.
Weitere Fahrgeschäfte für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer nach Vorab-Bestätigung: die Modellbahn Liliputbahn (eine 4 Kilometer lange Runde durch den Grünen Prater) hat am Endpunkt im Wurstelprater stufenlosen Einstieg; das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds Wien verfügt über stufenlosen Zugang und Aufzug. Die Spielbuden entlang der Praterstraße-Achse sind an der Front stufenlos; die Reichweite hängt von der Höhe der jeweiligen Bude ab.
Wenn Sie einen ruhigeren Besuch wünschen, kommen Sie an Wochentagen am Nachmittag oder am Wochenende vor 11:00 Uhr. Der Wurstelprater ist an Sommerwochenenden zwischen 14:00 und 22:00 Uhr am stärksten besucht.
Der Grüne Prater und die Hauptallee
Die Hauptallee ist das großartigste Merkmal des Praters: eine 4,4 Kilometer lange baumbestandene gepflasterte Allee, die vom Wurstelprater schnurgerade nach Osten zum Lusthaus führt. Die gesamte Länge ist stufenlos und für einen Elektrostuhl mühelos eben. Bänke sind in Abständen von 100 bis 200 Metern entlang der Strecke für Rastpausen aufgestellt. Die Allee ist eine beliebte Lauf-, Rad- und Spazierstrecke; planen Sie daher, rechts zu bleiben und Überholmanöver anzukündigen, wenn Sie sich langsam bewegen.
Das Lusthaus am östlichen Ende ist ein kaiserlicher Pavillon aus dem 18. Jahrhundert, der heute Restaurant ist. Die Terrasse und der Speisesaal sind stufenlos; Bus 77A bringt Sie zurück zur U3 Schlachthausgasse, wenn Sie die ganze Strecke nicht zurückrollen möchten.
Seitenwege durch den Grünen Prater sind überwiegend gepflastert oder verdichteter Kies. Die Modellbahn Liliputbahn umkreist den zentralen Parkbereich; ihre Hauptstation liegt am Wurstelprater-Ende und eine zweite Haltestelle in der Mitte.
Toiletten und Rastplätze
Barrierefreie Toiletten sind im Wurstelprater rund um das Riesenrad und am Besucherservice gebündelt. Der Grüne Prater verfügt über kaum Toilettenanlagen jedweder Art; das Restaurant Lusthaus am östlichen Ende hat eine barrierefreie Toilette für zahlende Gäste. Das Schweizerhaus im Wurstelprater hat einen stufenlosen Zugang zum Außenbereich, im Innenbereich gibt es jedoch Stufen.
Planen Sie Toilettenpausen am Anfang (Praterstern), in der Mitte (Lusthaus oder die mittlere Liliputbahn-Station) und am Ende der Hauptallee-Tour.
So kommen Sie hin
U-Bahn: U1 oder U2 zum Praterstern, dem wichtigsten Knotenpunkt des Praters. Beide Linien sind vollständig mit Aufzug erreichbar; die U1-Bahnsteige haben direkten Aufzugszugang zur Wurstelprater-Eingangsseite.
S-Bahn: ÖBB-Regionalzüge halten ebenfalls am Praterstern.
Straßenbahn: Tram O und Tram 5 verbinden Praterstern mit der Ringstraße und dem Hauptbahnhof, auf den meisten Kursen mit Niederflurfahrzeugen. Tram 1 hält am Hauptallee an der Südflanke des Parks.
Bus: Bus 77A verbindet die U3 Schlachthausgasse mit dem Lusthaus-Ende der Hauptallee.
Barrierefreies Taxi: Buchen Sie vorab einen rollstuhlgerechten Kleinbus mit Ausstieg am Praterstern oder am Lusthaus. Der Prater verfügt über eigene Behindertenparkplätze in der Nähe des Wurstelpraters, wenn Sie mit dem eigenen Pkw anreisen.
Tipps für Rollstuhlbesucherinnen und -besucher
Rufen Sie den Betreiber des Riesenrads vor Ihrem Besuch unter +43 1 7295430 an, um den Rollstuhleinstieg, die Begleitkarten-Regelung und einen etwaigen ermäßigten Tarif zu bestätigen. Die Website veröffentlicht diese Angaben nicht, und eine Klärung erst bei der Ankunft kann in der Stoßzeit einen verpassten Slot bedeuten.
Nehmen Sie Wasser und Snacks mit, wenn Sie die gesamte Hauptallee planen. Der Grüne Prater hat zwischen Wurstelprater und Lusthaus nur wenige Verpflegungsstationen.
Besuchen Sie das Riesenrad in der Dämmerung, wenn möglich. Die Wiener Skyline ist in der blauen Stunde am fotogensten, und die Schlange ist kürzer als zur Tagesstoßzeit.
Eckdaten
Adresse: Prater, 1020 Wien. Besuchereingang: Praterstern (U1/U2/S-Bahn) ist der Hauptzugang. Parköffnung: 24 Stunden geöffnet (der Park selbst); die Fahrgeschäfte im Wurstelprater laufen ungefähr von März bis Oktober, im Sommer mit erweiterten Öffnungszeiten. Riesenrad-Öffnungszeiten: in der Regel 10:00 bis 22:00 Uhr mit saisonalen Schwankungen. Eintritt: Der Prater ist eintrittsfrei; jede Fahrt wird separat verrechnet. Empfohlene Verweildauer: 90 Minuten für Wurstelprater und Riesenrad; 2 bis 3 Stunden für die gesamte Hauptallee-Tour zum Lusthaus und zurück.
Barrierefreie Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Praterstern selbst ist ein wichtiger Knotenpunkt: Von hier verbindet die U1 direkt mit Stephansplatz und die U2 mit dem Rathaus. Der Augarten und der Karmelitermarkt sind eine kurze Straßenbahnfahrt nach Westen entfernt; die Porzellanmanufaktur Augarten und der Augarten-Park selbst sind weitgehend stufenlos. Der Stadtpark und das Hundertwasser Museum sind eine Tram- und U-Bahn-Fahrt nach Süden entfernt, beide stufenlos.
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Quellen:
- Vienna Tourist Board: Prater (geprüft am )
- austria.info (Austrian National Tourist Office) (geprüft am )